Was tun bei Blasenentzündung?

Was tun bei Blasenentzündung? Blasenentzündung? Eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr ist jetzt wichtig.

Eine Blasenentzündung ist unangenehm und kann sehr schmerzhaft sein. Vor allem Frauen trifft es immer wieder. Eine frühzeitige und gezielte Behandlung ist wichtig, um die Beschwerden schnell zu lindern und Komplikationen wie eine Nierenbeckenentzündung zu vermeiden. Medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen ergänzen sich dabei gegenseitig.

Was hilft bei Blasenentzündung? Überblick

Ein unkomplizierter Harnwegsinfekt (Zystitis) lässt sich in der Regel durch eine frühzeitige Behandlung zügig in den Griff bekommen. Dabei spielen geeignete Medikamente gegen Blasenentzündung ebenso eine wichtige Rolle wie allgemeine Verhaltensmaßnahmen (z. B. ausreichend trinken). Die Behandlung sollte dabei nicht nur die Symptome lindern, sondern auch die Erreger aus dem Körper spülen („Durchspülungstherapie“).

Wichtig: Bei Fieber, Blut im Urin oder auch starkem Krankheitsgefühl sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dasselbe gilt bei Schmerzen im Nierenbereich sowie bei anhaltenden Beschwerden über drei Tage. Schwangere sollten bei Anzeichen für eine Blasenentzündung grundsätzlich einen Termin beim Arzt vereinbaren.

Hilfe bei Blasenentzündung: Medikamente gegen Harnwegsinfekte

Zur medikamentösen Therapie bei Blasenentzündung können unter anderen folgende Mittel eingesetzt werden, die sich in Wirkweise, Zielsetzung und Verträglichkeit unterscheiden.

  • Leichte Schmerzmittel oder krampflösende Mittel (Achtung: Rein symptomatische Behandlung! Keine Bekämpfung der Erreger)
  • Blasen- und Nierentees als Durchspülungstherapie
  • Pflanzliche Arzneimittel mit entzündungshemmenden, antibakteriellen und schmerzlindernden Effekten
  • Antibiotika können in bestimmten Fällen (insbesondere bei starken Beschwerden) erforderlich sein, sollten aber nur nach gründlicher Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden. Bei leichten bis mittelgradigen Beschwerden kann mitunter auf Antibiotika verzichtet werden.1
  • Ggf. Antimykotika, falls Pilze als Erreger der Blasenentzündung identifiziert wurden
  • Ggf. Hormonelle Behandlung, falls die Blasenentzündung zum Beispiel als Folge eines Östrogenabfalls in den Wechseljahren auftritt
Gut zu wissen: Eine frühzeitige und gezielte Behandlung wirkt einer Verschlimmerung der Entzündung entgegen und kann zudem dazu beitragen, den Einsatz von Antibiotika zu vermeiden.

Antibiotika bei Blasenentzündung? Experten fordern kritischen Einsatz

Antibiotika galten bei Blasenentzündung lange als Mittel der Wahl, wenn Bakterien im Urin nachgewiesen wurden. Denn bei richtiger Anwendung töten diese Wirkstoffe Bakterien zuverlässig ab.

In der aktuellen S3-Leitlinie zur Behandlung der unkomplizierten Blasenentzündung wird allerdings empfohlen, den Einsatz von Antibiotika aufgrund einer möglichen Resistenzentwicklung kritisch zu hinterfragen.2 Die Gefahr besteht darin, dass Erreger unempfindlich gegenüber Antibiotika werden, eine Behandlung also nicht mehr den gewünschten Erfolg hat.

Darüber hinaus können Antibiotika aufgrund ihrer bakterienabtötenden Wirkung auch die Zusammensetzung der Scheiden- und Darmflora beeinträchtigen, was zu unangenehmen Nebenwirkungen führen kann.

Gut zu wissen: Insbesondere bei leichten bis mittelgradigen Beschwerden kann laut der aktuellen Leitlinie zur Behandlung der unkomplizierten Zystitis oft auf Therapiealternativen zurückgegriffen und auf Antibiotika verzichtet werden.1
Wichtig: Wenn Ihnen Ihr Arzt ein Antibiotikum verschrieben hat, sollten Sie dies immer über die gesamte, verordnete Einnahmedauer einnehmen und das Medikament nicht vorzeitig absetzen – auch dann nicht, wenn die Beschwerden bereits abklingen. Anderenfalls kann die Entwicklung von Resistenzen begünstigt werden.

Unterstützende Maßnahmen bei Blasenentzündung

Neben der Einnahme von geeigneten Medikamenten können Sie selbst einiges dafür tun, um den Heilungsprozess zu unterstützen.

  • Trinken Sie ausreichend – mindestens zwei Liter am Tag. Auf diese Weise wird das Ausspülen der Erreger gefördert.
  • Achten Sie auf eine regelmäßige und vollständige Entleerung der Blase.
  • Halten Sie den Blasen- und Nierenbereich warm.

Die besten Tipps bei Blasenentzündung

  • Viel trinken

    Viel trinken

    Zu den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung gehören ein verstärkter Harndrang oder Brennen beim Wasserlassen. Dann gilt: Schrauben Sie Ihre Flüssigkeitszufuhr nach oben! Denn auf diese Weise wird die Ausspülung der Krankheitserreger aus dem Harntrakt unterstützt. Geeignet sind zum Beispiel Tee (ggf. Blasen- und Nierentee) oder Wasser. Empfohlen wird eine Trinkmenge von rund 1,5 Litern pro Tag.

  • Warm halten

    Warm halten

    Unangenehme Krämpfe im Unterleib? Wärme kann jetzt eine echte Wohltat sein. Legen Sie also zum Beispiel eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen auf den Bereich auf. Oder Sie wickeln sich einfach einen kuscheligen Schal um den Nierenbereich.

    Gut zu wissen: Auskühlung begünstigt die Entstehung einer Blasenentzündung. Zur Vorbeugung sollte man sich daher niemals ohne Unterlage auf einen kalten Untergrund setzen und nasse Badesachen immer sofort wechseln.
  • Aqualibra®

    Aqualibra®: Die starke Pflanzen-Kombination gegen Blasenentzündung

    Handeln Sie möglichst schon bei den ersten Anzeichen! Bei akuten und wiederkehrenden, unkomplizierten Harnwegsinfekten lässt sich durch die rechtzeitige Einnahme von Aqualibra® die Behandlung mit einem Antibiotikum häufig verhindern. Denn das pflanzliche Arzneimittel Aqualibra® deckt mit drei hochwertigen Pflanzenextrakten alle Behandlungsziele bei einer Blasenentzündung ab und bietet damit eine wirksame, gründliche und gut verträgliche Therapie-Alternative.

    • Hemmt die Entzündung
    • Bekämpft Bakterien und Pilze
    • Wirkt krampflösend und schmerzlindernd – lindert so schnell die Beschwerden
    • Spült die Erreger gründlich aus
    • Sehr gut verträglich

    Die Wirksamkeit und Sicherheit von Aqualibra® wurde in Studien belegt. Dabei zeigt Aqualibra® vergleichbare Erfolgsraten wie eine Kurzzeit-Antibiotika-Therapie1,2.

    Gut zu wissen: Sollte sich ein Antibiotikum nicht vermeiden lassen, bietet Aqualibra® eine ideale Ergänzung der Therapie, da so zusätzlich schnell die Entzündung und die unangenehmen Symptome gelindert sowie abgetötete Bakterien gründlich ausgespült werden.

    Aqualibra® ist rezeptfrei in Ihrer Apotheke erhältlich.

    * Aktuelle S3-Leitlinie fordert kritischen Einsatz der Antibiotika-Therapie, um Resistenzentwicklung zu reduzieren. (AWMF-Register-Nr. 043/044 , Empfehlung Nr. 6.1.1.).
    1 Fischer, Kotzolt, Der Kassenarzt 38 (1998) 39–43.
    2 Falagas, Kotsantis, Vouloumanou & Rafailidis: J Infect (2009), 58: 91–102.
  • Blase entleeren – regelmäßig und vollständig

    Blase entleeren – regelmäßig und vollständig

    Da mit jedem Wasserlassen Erreger aus der Blase gespült werden, ist es wichtig, die Blase regelmäßig und möglichst vollständig zu entleeren. Trotz unangenehmen Brennen oder Schmerzen sollte also der Gang auf die Toilette bei einer Blasenentzündung nicht unnötig hinausgezögert werden.

  • Auf Geschlechtsverkehr verzichten

    Auf Geschlechtsverkehr verzichten

    Bis die Infektion vollständig abgeklungen ist, sollten Sie besser auf Geschlechtsverkehr verzichten. Auf diese Weise können Sie vermeiden, dass weitere Keime über die Harnröhre aufsteigen. Darüber hinaus könnten Sie auch Ihren Partner anstecken. Gehen Sie also besser nur auf Kuschelkurs.

    Extra-Tipp: Wer zu Blasenentzündungen neigt, sollte vorsorglich innerhalb von 15 bis 20 Minuten nach dem Sex die Toilette zum Wasserlassen aufsuchen.

  • Wann zum Arzt bei Blasenentzündung?

    Wann zum Arzt bei Blasenentzündung?

    Bei Fieber, starkem Krankheitsgefühl oder Blut im Urin sollten Sie einen Arzt aufsuchen. In bestimmten Fällen kann die Einnahme eines Antibiotikums erforderlich sein. Das gilt auch, wenn sich die Beschwerden nicht innerhalb von drei Tagen bessern sollten. Bei Schmerzen in der Nierengegend ist ein Arztbesuch ebenfalls wichtig.

    Der Gang zum Arzt wird grundsätzlich auch für Schwangere, Männer und Kinder bei Anzeichen für eine Blasenentzündung empfohlen.

Quellen:
1 AWMF-Register-Nr. 043/044 , Empfehlung Nr. 6.1.1
2 AWMF-Register-Nr. 043/044 , Empfehlung Nr. 6.1.4
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